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FK Dukla Praha – FK Baník Sokolov

Steil ragt die Sitzplatz-Tribüne des Stadions Juliska in Prag an, in riesigen Buchstaben prangt der Name des Heim-Vereins Dukla auf dem Rang. Doch zum Zweitliga-Spiel gegen Baník Sokolov verloren sich hier gerade 662 Zuschauer.

Rund ums Spielfeld zieht sich eine Tartanbahn, drei Viertel des Spielfeldes sind lediglich von niedrigen Stehrängen umgeben. Dadurch öffnet sich ein beeindruckender Blick von der Sitzplatz-Tribüne über die gesamte Stadt bis hin zu den Trabantenstädten auf den Hügeln jenseits der Moldau. An die grauen Vereins-Bauten auf der Südseite des Stadions lehnt sich eine große Anzeigetafel auf einem Betonsockel.

Eine Stunde vor Anpfiff brutztelten an der Grillbude die ersten Stadionwürste, das tschechische Bier perlte in Plastikbechern. An einem kleinen Stand mit Fan-Utensilien wurden Dukla-Devotionalien – vom Becher bis zum Trikot – angeboten. Gelegenheit, der Dukla-Kasse doch noch die eine oder andere Krone zuzuführen, nachdem der Kassierer am Eingang mangels Wechselgeld aufs Eintrittgeld verzichtet hatte.

Während sich die 12 Auswärtsfans auf den Stehrängen gegenüber der Tribüne niederlassen, beziehen die Dukla-Supporter mit Trommeln und Fahnen die Stehplätze am Fuße der Sitzränge. Die Besucher aus Altona zieht es dagegen ganz nach oben unters Tribünen-Dach.

Hinter der Tribüne führt eine Treppe zu einem höher gelegenen, verwahrlosten Stadion-Eingang.  Verrostete Drehkreuze, durch die offenbar schon lange kein Zuschauer mehr ging.  Rissiger Asphalt, über den lange keine Menschen liefen.

Erinnerungen an Zeiten, als der Vorgänger-Verein, die damalige Armeemannschaft Dukla, in den 1980er Jahren im Europapokal der Pokalsieger bis ins Halbfinale kam. In den 1990er Jahren dann der Niedergang der „alten“ Dukla: Man fusionierte mit dem FC Příbram, so dass der eigentliche Rechtsnachfolger heute als FC Marila Příbram weiterexistiert.  Der heutige Verein FK Dulka Praha entstand 1998 aus den Jugendmannschaften des ehemaligen Armeevereins, schaffte seinerseits durch Fusionen den Weg zurück in die zweite tschechische Liga.

Hier belegte Dukla vor dem heutigen Spiel gegen den Tabellen-Neunten Sokolov Rang Vier. Eine Begegnung auf mäßigem Niveau mit wenigen Chancen, in der Dukla eher zufällig zur 1:0-Führung kommt. Durch einen satten Schuss aus 25 Metern Distanz fällt kurz nach der Pause noch das 2:0. Immerhin der Weckruf für die wenigen Zuschauer auf der gigantischen Tribüne, die sich nun von den Supportern auf den Stehrängen hin und wieder zu einem Wechselgesang animieren lassen: „Dukla!“ – „Praha!“. Nach dem Abpfiff lässt sich die Mannschaft von den Fans feiern.

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