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BSV Hürtürkel – Tennis Borussia Berlin

Es gibt Fussballspiele, die in Erinnerung bleiben. Wegen ihrer Dramatik. Wegen ihrer Qualität. Oder wegen ihrer äußeren Begleitumstände. Dieses Spiel erhält wegen Letzterem seinen Platz in der Fussballgeschichte.

Mittwochabend, 18.30 Uhr. TeBe-Fans treffen sich, um gemeinsam zum Jahnsportplatz am Columbiadamm in Neukölln anzureisen.
Ein Gerücht macht die Runde: Angeblich will Hürtürkel für sein Heimspiel 10 Euro Eintritt kassieren. 10 Euro. Für ein Spiel der sechsten Liga. Auf einem Sportplatz, der bekanntermaßen nicht viel mehr zu bieten hat außer ein paar Steh-Traversen entlang des Kunstrasens.
Die TeBe-Fans sammelten sich vor dem Eingang, weigerten sich, den horrenden Eintrittspreis zu zahlen. 10 Euro, so stand es Schwarz auf Weiß auf einem Zettel am Eingangstor.
Es sprach sich herum auf dem Sportplatz, dass da einige Dutzend Fans der Gäste vor dem Tor stehen und nicht hereinkommen. Ein langjähriges TeBe-Mitglied, das bereits im Stadion war, kündigte schließlich an, nun den Berliner Fussballverband über diesen Zustand zu informieren.
Die Reaktion auf Seiten des Gastvereins: man Strich den bisherigen Eintrittspreis von 10 Euro und setzte ihn handschriftlich auf 8 Euro herab. (Übrigens immer noch 1 Euro mehr als das, was im Mommsenstadion verlangt wird. Wo man für 7 Euro auch unterm Dach auf der Haupttribüne sitzen kann.)
Die Fans von TeBe waren sich jedoch einig: wer versucht, zunächst 10 Euro von jedem Besucher abzukassieren, der soll auch keinen ermäßigten Preis bezahlt. Allein der Abzock-Versuch gehöre bestraft.
So war schnell ein Zaun gefunden, durch den hindurch sich das Spiel komfortabel verfolgen ließ. Bier wurde kistenweise aus einem nahen Spätverkauf herbeigeschafft, und die Stimmung der 50 bis 60 Fans am Zaun war zwischenzeitlich ausgelassener als bei vielen Spielen im Stadion.
Am Rande sei erwähnt, dass Hürtürkel mit 1:0 in Führung ging, kurzzeitig den Ausgleich hinnehmen musste, aber schon zur Halbzeit mit 4:1 vorne lag.
Nun mag man trefflich darüber spekulieren, ob das Spiel anders verlaufen wäre, wenn die Fans am Rande des Platzes gestanden hätten und nicht 10 Meter dahinter, abgetrennt durch einen Zaun.
Die Harmlosigkeit der Tennis-Borussen hätte am heutigen Tag jedoch vermutlich auch nicht der Support von Fans im Stadion ausgleichen können.
PS: Zählt dieser Platz nun eigentlich als Ground?

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